Eines Tage im Jahr 2018 entdeckte ich beim Brötchen holen einen Aushang mit einem Weiterbildungsangebot: Alltagsbegleitungen für Menschen mit Demenz. Aus einem Impuls heraus meldete ich mich spontan an.
In meinen späteren Begleitungen lernte ich viele tolle und dankbare Menschen kennen. Und eins wurde mir schnell klar: Nicht nur die Betroffenen benötigten Hilfe, sondern vor allem auch die Angehörigen, die oft überfordert mit der neuen Situation waren, sich schwer damit taten, die neue Herausforderung anzunehmen und Angst vor der Zukunft hatten.
Auch hier wollte ich gerne eine Stütze sein, dachte aber, mir würde das Handwerkszeug und das Wissen fehlen, um etwas tun zu können. Zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass alleine das Zuhören für die Angehörigen schon eine enorme Entlastung darstellt, da sie sich angenommen und verstanden fühlten.
Ich erfuhr von der Methodik des „Aktiven Zuhörens“ im Rahmen der klientenzentrierten Gesprächstherapie nach Carl R. Rogers. Und von seinem Nachfolger Eugene T. Gendlin, dem mit Focusing die Weiterentwicklung gelang. Mein Methodenkoffer wurde vervollständigt durch die Kinesiologie, die es ermöglicht, den Körper sprechen zu lassen wenn die Worte fehlen. Für mich ein weiterer Meilenstein in Richtung Psychotherapie Köln.